dragons

Acht Teilnehmer erhielten Tätowierungen in Form von Drachen, die sich jeweils über den ganzen Arm erstrecken. Die Besonderheit lag hier in der Serialität der Entwürfe bzw. Vorlagen. So stehen die Drachen einerseits in engster Beziehung zueinander und funktionieren dennoch eigenständig. 

Die insgesamt neun Drachen des Projektes sind eine Hommage an die Tradition der ostasiatischen Tätowierkunst und verweisen auf die 1244 von Chen Rong gefertigte Tuschemalerei der sogenannten

Nine Dragon Scroll.

Jedoch verkehrte Etienne Steffen die althergebrachte Vorgehensweise des japanischen Horimono, sich der Holzdrucke des Ukiyo-e als Vorlage zu bedienen,

indem er zuerst die Tätowierungen und erst im Anschluss die Drucke fertigte.

Hierbei griff Steffen auf das Tiefdruckverfahren der Radierung zurück. Interessanterweise beschreibt der japanische Begriff Horimono nicht nur die Tätowierung, sondern kann auch, wie bei der Verzierung japanischer Klingen, eine Gravur bezeichnen.Die von Steffen infolge jeder Tätowierung angefertigten Radierungen, sind jeweils das Abbild derselben.

Sie entsprechen dem Format der Arme;

die Radierplatten messen 30cmx60cm.

Die Besonderheit in der Produktion der Radierungen liegt in dem von Steffen verwendeten Werkzeug: Im Unterschied zur herkömmlichen Kaltnadelradierung, welche traditionell mit einem Griffel gefertigt wird, verwendete Steffen eine Tätowiermaschine, um die Drachen in die Kupferplatten zu treiben.

Diese einzigartige Methode der Kaltnadelradierung entwickelte der Künstler selbst und verfeinerte sie im Laufe der letzten vier Jahre.

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Etienne Steffen

Neubrunnen Str. 8

55116 Mainz

06131/237446

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